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Freitag, 4. September 2015

....Senta, Hannelore und Christiane oder die Schönheit des Alterns...



Nach Berlin gab es noch ein paar Tage
Kontrastprogramm in Salzburg,
um die letzten Hochsommertage noch
zu genießen ...

Bevor es in die Stadt ging, fiel mir die
neue Zalandowerbung für Österreich 
an den Bushaltestellen auf!

Senta Berger, Hannelore Elstner und
Christiane Hörbiger zeigen sich auf den Plakaten in
ausdrucksstarken, selbstbewussten Posen.

Ich mag alle Schauspielerinnen sehr,
darum bin ich gleich darauf aufmerksam geworden!


 isatrends.at




*

Leider hattte ich nur die Gelegenheit ein
Plakat in der Stadt zu fotografieren... siehe ganz oben!

Bilder über die Fotokampagne habe ich im Netz gefunden.

Vordergründig hat mich die Kampagne angesprochen, da
Frauen im fortgeschrittenen Alter sehr wohl
ein Hingucker sein dürfen!
Die Schauspielerinnen sind alle tolle Vorbilder, was
Ausstrahlung und Aussehen angeht, wie ich finde.

  Nur sieht man eher selten reife Frauen auf Plakaten
 und als Werbe*ikonen*
spielen sie schon mal gar keine Rolle,
es sei denn man macht Werbung für die
*Apotheken-Umschau* oder wahlweise für Kräuter-Fußcreme ....toll, oder?

Auch der plakative Text ist natürlich geschickt gewählt...!

Wer bitteschön möchte schon als altmodisch gelten?
 
Die Werbestrategen haben ihre Hausaufgaben gemacht
und einen Satz gewählt,
 der neue (ältere) Kundschaft mobilisieren 
und somit natürlich Geld in die Kassen spülen soll.

...Denn
weitestgehend wurden wohl 
die trendbewussten Shopaholics abgegrast.
 So stand es zumindest geschrieben 
in einem Artikel des Webjournals horizont.at.

Da erinnert man sich doch auf einmal gerne an die andere Hälfte der weiblichen Klientel....  


Gleichzeitig gibt es aber noch eine andere Ebene,
die sich da auftut...denn Zalando muss keine 
Ertragssteuer in Österreich bezahlen
 (in Deutschland vermute ich mal schwer, auch nicht...!) 
 und so ist zu lesen, dass viele Österreicher 
diese Werbung mit Hilfe beliebter Schauspielerinnen 
 als eine Art Affront betrachten,
 da durch den Onlinehandel viele
stationäre Geschäfte in der Stadt Einbußen haben 
und das ärgert die Leute.

Ich denke allerdings, dass der Onlinehandel nie mehr
zurückzuschrauben ist.


 Viel zu attraktiv ist es, den Einkauf per mausKlick zu tätigen 
und wenn etwas nicht gefällt oder passt, wird es eben einfach zurückgeschickt.
 Mache ich ja auch!
 
Man spart sich Anfahrten, zu enge Kabinen, manchmal schlechtes Licht und das Gewusel der Stadt.   

Ich frage mich nur, warum nicht Steuergesetze erlassen werden können, die Zalando, Amazon & Co. zu regulären Abgaben verdonnern?!

Im Prinzip ist es nämlich so, dass jeder Einkauf
auf diesen Plattformen unseren Staat um steuerliche
Einnahmen bringt, das milliardenschwere, gebunkerte 
Einkommen auf den Cayman Islands
 oder sonstwo landet und die Gewinne der Firmenchefs 
ein 
ständiger Quell der Freude 
 sein müssen!!!

Lustig ist,  
am Anfang war ich durch das
ins Auge fallende Werbeplakat 
und das Statement angesprochen,
jetzt durch eine Bildrecherche sehe ich das
differenzierter...

Die AUSSAGE an sich hat....tja, wie soll ich es sagen
...irgendwie  2 Botschaften.

Man könnte es auch als Frechheit auffassen.

Sind ältere Frauen für das Unternehmen automatisch altmodisch und sollten da dringend was ändern? 

Das sehe ich nämlich überhaupt nicht so.

  Wenngleich es sicherlich ältere Frauen gibt,
 die sich nicht mehr trauen, 
etwas Auffälligeres, Farbiges oder Jugendlicheres zu tragen, 
(damit meine ich natürlich nicht diese *Pseudo-jung-sein-wollen-Klamotten*)!

Für manche Frauen mag die Botschaft
ein Überdenken ihres Kleidungsstils und ihres Selbstwertes 
ein Anreiz sein.

Keine ältere oder alte Frau muss unsichtbar werden
durch fade oder langweilige Kleidung!


Aber als Zalandowerbung bekommt das Ganze
einen fiesen Beigeschmack.

~~~~~~~~

Will man nicht Teil der ganzen Menagerie sein,
hilft nur, dies zu boykottieren... aber sie machen
es einem eben manchmal sehr schwer und
lullen uns ein in schönen Bildern, damit
wir uns möglichst rasch dazu entscheiden zu dem zu werden, was sie uns vermitteln wollen....und letztendlich
ein Gefühl kaufen...

Was tun?

In dem Wissen, dass wir tagtäglich
mit Werbung bombadiert werden, die
uns ständig suggeriert *Miss Wunderbar* zu werden,
diese eben mit einer gewissen Gleichmut
zu betrachten. 

Nachdenklich und differenziert zu bleiben.

Vor allem, wenn es einem wichtig ist
reiche Krakenfirmen, nicht noch reicher
durch unser Zutun zu machen.

Gelingt auch mir nicht immer, aber
ich tue mein Bestes.... 

Werbungsunempfängliche Grüße aus den Gassen von Salzburg!
(mehr davon im nächsten Post...)


Beate xxx :)



 

    
        


        
 
  

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