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Freitag, 14. Januar 2011

Die *Wasserkatze*

                                                                                                    *


Ein Gedanke.

Wasser richtet derzeit
einen immensen Schaden auf der Welt an....

Ich drehe die Nachrichten an
und höre und sehe die unglaublichen Wassermassen,
die derzeit in Australien
 Häuser, Familien, Tiere, Grund und Boden,
Habseligkeiten, Träume zerstören...

...sehe, wie in Rio de Janeiro
die sowieso schon klapprigen Häuser der Favelas
 die Berghänge hinabgespült werden.

Die Ärmsten der Armen trifft es meist zuerst.

Dieser Zustand scheint, wie immer, vorprogrammiert.

Ich klappe mein Notebook auf
und sehe, wie in Passau der Pegel
ins Unermeßliche steigt,
ebenso in Wertheim am Main.
(Das Geburtsstädtchen meiner Mutter.)
Ich kenne es aus meiner Jungendzeit
und natürlich die vielen anderen Regionen,
die nah an Gewässern angesiedelt sind
und mit Hochwasser immer wieder
rechnen müssen.

...und gestern, als ich mit Muffin
abends spazieren ging, habe ich
mit Erstaunen feststellen müssen,
wie breit und schnell fließend
unser kleiner Bach geworden ist...
ein irritierender Anblick.

3 Tage Dauerregen und er würde
mit Sicherheit den Spazierweg neben
den Häusern unbegehbar werden lassen!
Gottseidank hat es bei uns aufgehört zu regnen...

Weitere Tage und er würde die Keller
der Häuser erreichen...und so weiter...

Ich stelle mir vor, wie es wäre, wenn...

Was muss es für ein Gefühl sein,
auf das Dach seines Hauses flüchten zu müssen,
 während man die reißenden Wassermassen daran
vorbeifließen sieht?

Was, wenn auch dieser Rückzugsort
nichts mehr wert ist...?

Was, wenn Helfer nicht kommen können?

So etwas prägt, wenn man es überlebt...

Viele, die diese Katastrophe zum
ersten Mal erlebt haben,
dürften gespürt haben,
was existenzielle Angst wirklich bedeutet.

Ich bin ehrlich dankbar dafür,
dass ich in einer relativ sicheren Region lebe...

Nichtsdestotrotz geht mein Mitgefühl
an die vielen Menschen,
die mit einem Mal alles loslassen
müssen, was ihnen lieb und teuer war.



Ein arabisches Sprichwort besagt:

"Dein wahrer Besitz ist,
was bei einem Schiffbruch übrig bleibt."

Richtig.
... aber ein sehr schwerer Gang.


Ich wünsche Euch allzeit *trockene Füße*,








Kommentare:

  1. Schoene Worte!
    Es ist wirklich erschreckend, was gerade wieder ueberall passiert! Hochwasser, Amoklaeufe in Schulen, schwere Unfaelle...da wird man dann doch mal wieder daran erinnert, wie gut es einem eigentlich geht!
    Liebe Beate, ich wunesche Dir und Deiner Familie ein wunderschoenes Wochenende!

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Beate,
    als ich gestern die Nachrichten gesehen habe war ich sehr erschüttert über den Bericht aus Australien, in dem gezeigt wurde, dass der 13jährige Jordan Rice aus Brisbane nur deswegen ertrunken ist, weil er seinen kleinen Bruder retten wollte. Er und seine Mutter kamen nicht mehr aus dem Wagen heraus und wurden von der Flut mitgerissen. Das ist alles so traurig.
    LG Sabine

    AntwortenLöschen

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