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Montag, 4. Oktober 2010

Kullinarisches Lesevergnügen! Bill BUFORD`S "Hitze"

Die amerikanische Originalausgabe erschien bereits 2006
unter dem Titel: Heat. An Amateur`s Adventures as a Kitchen Slave,
Line Cook, Pasta-Maker, and Apprentice to a Dante-Quoting Butcher
in Tuscany bei Knopf, New York

...aber jetzt gibt es das Werk 2010 als Taschenbuch vom
Goldmann Verlag und als ich es diesen Freitag in unsrem kleinen Buchladen am Bahnhof entdeckt, dämmerte
mir, dass es ja ein "Spiegel-Bestseller" war.
Als nicht ganz talentfreier Koch bzw. Köchin
interessiert es mich, wie einer auszog.....um das Kochen
zu lernen! :)

Und darum geht es:

                                                                       Foto

Bill Buford, Verleger und Literaturredakteur der
berühmten Zeitschrift "NEW YORKER",
kündigt von heute auf morgen seine Stelle
und verdingt sich als Küchensklave bei dem

exzentrischen, cholerischen, überlebensgroßen

Chef des Babbo, eines der schicksten Restaurants
von New York.


Ganz links im Bild ist Mario, der Exzentriker und Chef des "Babbo".

Ein Jahr lang übt er geduldig diesen unbezahlten Knochenjob aus,
 inmitten fluchender, hektischer
Kollegen und in einer
 engen, höllenheißen Küche,
wo Messer blitzen und Flammen
 bis zur Decke schießen.

Das Buford in Berkeley und Cambridge studierte,
dass er eben noch Schriftstellerkarrieren in seinen
Händen hatte, interessiert hier niemanden.

Buford ist ab sofort "a kitchen bitch".

Bis er im Schlaf Gemüse würfeln, Enten entbeinen
und Lammkoteletts auf den Punkt braten kann.

Am Ende hat er vor allem eins gelernt:

 Essen ist die
Qualität der Zutaten und ihre Erzeugung.

Er reist nach Italien, um in der Heimat der
frischen Pasta die Geheimnisse der
Nudelzubereitung zu ergründen und
bei einem Metzger alles zu erfahren,
was man über Fleisch wissen muss.

Sein hinreißend komischer Erfahrungsbericht ist
nicht nur ein Buch über das Kochen, sondern auch
die Chronik einer verzehrenden Leidenschaft
und das Zeugnis eines Mannes, der den
Dingen unbedingt auf den Grund gehen will.

Fazit:

 Sehr empfehlenswert für alle, die sich für das Kochen
im allgemeinen und für die "Backstage"
 Töpfe schwingender Köche eines
 hochdekorierten Restaurants
 in New York interessieren.

Nachdem ich schon einmal den Bestseller von

 Meisterkoch
Anthony Bourdain

gelesen habe, gibt es für mich keine Illusionen mehr über
diesen alles verzehrenden Beruf der Meisterköche.

Ein Knochenjob und daher ausschließlich
etwas für Menschen, die ihrer persönlichen
Leidenschaft folgen müssen...alle anderen
müssen scheitern, denn dieser Beruf fordert zu viel.

Gute Köche sind demnach immer Menschen,
die über eine immense Energie, Disziplin und
vor allem PASSION verfügen...

...ich werde das nächste Mal daran denken, wenn
ich wieder zum Essen ausgehe
und einen wunderbar dekorierten Teller
vor mir stehen sehe, mit feinsten Zutaten bestückt, die
ich genießen darf.... :)

Ich wünsche Euch allen einen genußreichen, sonnigen Montag!

B e a t e  :)




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